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Was ist eigentlich Remarketing?

Wer sich für Online Marketing interessiert, stößt recht schnell auf den Begriff „Remarketing“. Doch was bedeutet das eigentlich und welche Vorteile gibt es dabei?

Das Remarketing ist ein Mittel, um Display Kampagnen zielgerichteter auszuspielen. Die Nutzer bekommen dabei nur Anzeigen von Websites ausgeliefert, die sie schon einmal besucht haben.

Das funktioniert beispielsweise so: Ein Nutzer sucht im Online-Shop eines Händlers nach neuen Schuhen. Nach einiger Zeit verlässt er den Shop, ohne ein Produkt gekauft zu haben. Später öffnet er eine andere Website. Hier wird ihm nun ein Werbebanner mit Schuhen aus dem zuvor besuchten Online-Shops angezeigt.

Welche Vorteile bietet das Remarketing?

Sowohl für Nutzer als auch für Werbetreibende kann das Remarketing große Vorteile mit sich bringen. Zum einen bekommen die Nutzer, statt irgendeiner beliebigen Anzeige, Werbung ausgespielt, die auf ihrem bisherigen Surfverhalten basiert. Dies macht die Anzeige für den Nutzer interessanter, er fühlt sich durch die Werbung weniger gestört und nimmt diese auch positiver wahr.

Auch für Werbetreibende ist es von Vorteil, wenn ihre Anzeigen von den Nutzern als interessanter wahrgenommen werden: So erhöht sich mit der Relevanz auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Nutzer auf die Werbeanzeige klicken und bestenfalls anschließend einen Kauf tätigen – es also zur Conversion kommt. Oftmals sind daher die Klickraten bei Remarketing Kampagnen um ein Vielfaches höher, als beim normalen Display Marketing. Das Werbebudget ist in einer gut durchdachten Remarketing Strategie also meist deutlich besser angelegt, da hierbei nur die Personen angesprochen werden, die durch ihr bisheriges Surfverhalten bereits Interesse gezeigt haben. Dadurch können also unnötige Impressionen – und damit Kostenvermieden werden.

Welche Formen des Remarketings gibt es?

Da Millionen von Websites und Apps ihre Werbeflächen mit Anzeigen aus dem Google Display Netzwerk speisen, spielt Google auch beim Thema Remarketing die entscheidende Rolle. Dafür bietet das Unternehmen unterschiedliche Varianten an. Grundsätzlich lässt sich zwischen diesen Typen unterscheiden:

Standard

Beim Standard Remarketing bekommen Nutzer nach dem Besuch einer Website entsprechende Anzeigen auf anderen Websites des Google Display Netzwerks ausgespielt.

Dynamisch

Durch die Option „Dynamisches Remarketing“ bietet sich den Werbetreibenden die Möglichkeit, thematisch noch besser passende Anzeigen zu schalten. Hierbei werden den Nutzern Werbeanzeigen ganz speziell zu den Produkten angezeigt, die sie sich angezeigt haben – und nicht nur allgemeine Werbeanzeigen der betreffenden Seite. Damit sind die Anzeigen, die durch dynamisches Remarketing ausgespielt werden, noch besser auf die Nutzer zugeschnitten.

Video

Auch YouTube kann im Bereich Remarketing zum Einsatz kommen. So können Werbeanzeigen an Nutzer ausgespielt werden, die schon einmal mit den Videos oder dem Kanal eines Werbetreibenden interagiert haben.

Wie funktioniert Remarketing bei Google im Detail?

Um Remarketing im Google Displaynetzwerk zu zum Einsatz zu bringen, müssen einige Vorbereitungen getroffen werden. Wichtig ist vor allem, so genannte Remarketing Listen anzulegen, bzw. anlegen zu lassen.

Hierbei gibt es im Grunde zwei Möglichkeiten: Einerseits ist es möglich, Listen mit manuell eingegebenen Kundendaten zu erstellen (die beispielsweise im Rahmen von Gewinnspielen oder anderen Aktionen für diesen Zweck datenschutzkonform erhoben wurden). Hierbei können also auch Nutzer berücksichtigt werden, die offline Interesse an den Produkten gezeigt haben.

Die andere Möglichkeit ist das Erstellen dieser Listen durch Google, indem man auf seiner Website eine Funktion einbindet, die einen Cookie im Browser des Nutzers anlegt und diesen in einer Liste im Hintergrund abspeichert. Damit kann der Nutzer später wiedererkannt und mit einer thematisch passenden Anzeige versorgt werden. Diese Funktion erfüllt bei Google der Remarketing Tag, ein Code-Snippet, das im Google Ads Konto abgerufen und in die Website eingebunden werden kann.

Diese Listen können nach verschiedensten Kriterien ausgewählt werden. So kann beispielsweise eingestellt werden, dass die Nutzer diese Anzeige nicht mehr sehen, nachdem sie das Produkt gekauft haben oder dass sie erst nach einiger Zeit wieder auf Produkte auf dem Shop aufmerksam gemacht werden. Letzteres ist beispielsweise besonders praktisch, um Nutzer auf nach einiger Zeit auf eine neue Kollektion aufmerksam zu machen. Es gibt also je nach Zielsetzung und angebotenen Produkten vielfältige Möglichkeiten, mit Remarketing genau die Zielgruppe anzusprechen, die auch wirklich interessiert ist.

Gerade für Unternehmen, deren Websites gut frequentiert sind, ist das Remarketing eine attraktive Möglichkeit. Denn damit können Personen zu erreicht werden, die schon einmal kurz vor einem Kauf standen und deshalb mit höherer Wahrscheinlichkeit auf den Werbebanner klicken.

Veröffentlicht am 3. Januar 2019

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Marcel Kühner

SEM Manager

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